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Aktuelles
Sicherheit ohne Kompromisse – Zukunft der Kältetechnik unter neuen F-Gase-Regeln
Senn: Im Mittelpunkt steht die globale F-Gase-Regulierung und ihre Auswirkungen auf industrielle Kühl- und Klimasysteme. Rückkühlsysteme und Schaltschranksysteme. Weltweit verschärfen Gesetzgeber die Anforderungen an Kältemittel, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Für Hersteller und Betreiber bedeutet die tiefgreifenden technischen, wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Veränderungen.
Interviewer: Was sind die wichtigsten regulatorischen Änderungen, auf die sich Unternehmen einstellen müssen?
Senn: Ein zentraler Punkt sind die schrittweise sinkenden Grenzwerte für das Treibhauspotenzial (GWP) von Kältemitteln. In der EU dürfen beispielsweise kleinere Kältemaschinen ab 2027 nur noch Kältemittel mit sehr niedrigem GWP verwenden, und ab 2032 sind in vielen Anwendungen ausschließlich natürliche Kältemittel zulässig. Diese Fristen betreffen nicht nur Neuentwicklungen, sondern auch aktuelle Produktstrategien, Lieferketten und Servicekonzepte.
Interviewer: Welche technischen Herausforderungen entstehen dadurch?
Senn: Die Auswahl des richtigen Kältemittels wird deutlich komplexer. Moderne Alternativen erfüllen zwar Umweltanforderungen, bringen aber neue Eigenschaften mit sich – etwa höhere Brennbarkeit oder andere Sicherheitsklassen. Deshalb müssen Anlagen heute nicht nur effizient, sondern auch risikotechnisch sorgfältig geplant werden. Faktoren wie Füllmenge, Aufstellort, Raumvolumen oder Zugangsbereiche spielen eine entscheidende Rolle.
Interviewer: Können Sie das Thema Sicherheit etwas genauer erläutern?
Senn: Viele der neuen, klimafreundlicheren Kältemittel sind zumindest leicht brennbar. Das bedeutet zusätzliche Anforderungen wie Gasdetektion, Belüftungssysteme, Zündquellenvermeidung oder explosionsgeschützte Komponenten. Selbst kleine Funken – etwa beim Schalten elektrischer Kontakte – können extrem hohe Temperaturen erreichen und ein brennbares Gemisch entzünden. Deshalb müssen Risikoanalysen heute viel detaillierter durchgeführt werden als früher.
Interviewer: Wie hoch ist das tatsächliche Risiko von Leckagen in der Praxis?
Senn: Statistisch gesehen sind moderne Anlagen sehr dicht. Die durchschnittliche Leckagerate in Deutschland liegt bei rund einem Prozent pro Jahr. Dennoch summieren sich die Emissionen wegen der großen installierten Kältemittelmenge. Zudem entstehen Lecks häufig an Verschraubungen, Ventilen oder Verbindungsstellen – also genau dort, wo mechanische Belastung, Korrosion oder Vibration auftreten.
Interviewer: Welche strategischen Empfehlungen geben Sie Ihren Kunden?
Senn: Man sollte Technik, Regulierung und Sicherheit immer gemeinsam betrachten. Brennbare Kältemittel können ökologisch sinnvoll sein, erhöhen aber Aufwand und Risiko in Planung, Betrieb und Wartung. Nicht brennbare Alternativen vereinfachen dagegen viele Prozesse, reduzieren Dokumentationspflichten und minimieren Haftungsrisiken. Die optimale Lösung hängt immer vom konkreten Einsatzfall ab.
Interviewer: Was ist Ihr Fazit zur Zukunft der industriellen Kältetechnik?
Senn: Die Branche befindet sich in einem Transformationsprozess. Nachhaltigkeit ist zwingend notwendig, aber sie darf nicht zulasten der Sicherheit gehen. Der Schlüssel liegt in ganzheitlichen Lösungen, die Umweltverträglichkeit, Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit gleichzeitig berücksichtigen. Unser Leitprinzip lautet deshalb: Sicherheit ohne Kompromisse – für Mensch, Maschine und Umwelt.
Interviewer: Wie kann Carl Geisser hier helfen?
Senn: Einer unserer grössten Stärken ist die enge Partnerschaft mit Pfannenberg. Als direkter Vertriebspartner des Herstellers sind wir stets auf dem neuesten Stand – und können gezielt Einfluss auf die Produktionskette nehmen, um die bestmögliche Lösung für Sie zu finden. Wir können Ihnen helfen und mit Ihnen zusammen eine Lösung für Ihre Situation finden.
Bei Fragen unterstüzen wir Sie sehr gerne.






















